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New Work: struktureller Wandel – geänderte Bedürfnisse

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New Work ist ein zentrales Anliegen von Mitarbeitenden und ein Kernthema in der Berufspolitik: Wie wollen wir in Zukunft arbeiten in der Urologie? Der BvDU-Arbeitskreis Angestellte Ärztinnen und Ärzte begleitet die Änderungen und Anpassungen von „New Work“ berufspolitisch für angestellte Ärztinnen und Ärzte.

Ziele des Arbeitskreises sind die berufspolitische Auseinandersetzung und Einordnung von Themen, welche die urologischen Ärztinnen und Ärzte im Angestelltenverhältnis betreffen. Hierbei vertritt der Arbeitskreis die Positionen von Ärztinnen und Ärzten in Weiterbildung, Fachärztinnen und Fachärzten, Oberärztinnen und Oberärzten bis zu Chefärztinnen und Chefärzten. Quervernetzungen bestehen mit der German Society of Residents in Urology (GeSRU), dem Bündnis Junger Ärzte (BJÄ), der Deutschen Gesellschaft für Urologie (DGU) und dem Spitzenverband Fachärztinnen und Fachärzte Deutschlands (SpiFa).

Was ist New Work?

New Work beschreibt den strukturellen Wandel in unserer Arbeitswelt – bedingt durch die Digitalisierung und die veränderten Anforderungen und Bedürfnisse der nachfolgenden Generationen, die auf den Arbeitsmarkt drängen. New-Work-Modelle setzen sich rasant durch, nicht zuletzt, da sie durch den Digitalisierungsschub weiter an Bedeutung gewinnen.

New Work bedeutet auch New Leadership: Vertrauenskultur und Empathie ersetzen streng hierarchische Führungsstile. Hauptaufgabe der neuen Führungskräfte ist es, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur Eigenverantwortung zu befähigen und ihre Stärken zu fördern.

Work-Life-Blending: New Work soll eine gelungene Symbiose zwischen Privatleben und Arbeit ermöglichen. Das von Unternehmen entgegengebrachte Vertrauen, dass Freiheiten nicht ausgenutzt werden, stärkt die Motivation der Mitarbeitenden, was schlussendlich wieder den Organisationen zugutekommt.

Wie wird Arbeiten durch New Work neu strukturiert?

New Work verändert Arbeitszeitmodellen und Strukturen der Arbeit, wie wir sie bisher kennen. Dies zeigt sich in:

  • Vertrauensarbeitszeit / Gleitzeit (Kernarbeitszeit)
  • Teilzeitmodellen (stunden –/tageweise, Führen in TZ)
  • Schichtsysteme (10/12/24h mit Übergabe)
  • Homeoffice: Dokumentation, Arztbriefe, Vorbereitung
  • Remote Work (mobiles Arbeiten): Frühbesprechung, Indikationskonferenz, Fortbildung
  • 4 Tage-Woche / Sabbatical / Opt out
  • Arbeitszeitkonto / Überstundenregelung
  • Job-/Top-Sharing (Tandem, Vertreter –, Department-Modell)

Relevanz & Zielsetzung von New Work

  • Mitarbeiterbindung & Motivation
  • Identifikation mit Fachbereich & Arbeitgeber
  • Führt zu höherer Zufriedenheit: „Geben und Nehmen“ braucht aktives Commitment aller Beteiligten
  • Nachteile: Höherer Abstimmungsaufwand, mehr Organisation, transparente Übergaben

Welches Thema spielt „New Work“ bei Ihnen? Wie setzen Sie es in Ihrem Haus um? Wir sind gespannt auf die Diskussionen mit Ihnen.