Der BvDU auf dem DGU-Kongress: Der Berufsverband der Deutschen Urologie stellt Berufspolitik, exklusive Leistungen und besondere Konditionen für Mitglieder in den Mittelpunkt

Urologie im Umbruch: Der BvDU macht aus Druck Handlungsfähigkeit

„Transformation im Gesundheitswesen – Chancen für die Urologie von morgen“: dieses Leitthema hat der BvDU für den diesjährigen 78. DGU-Kongress vom 16. bis 19. September 2026 in Düsseldorf für seine Veranstaltungen gewählt. Dabei ist klar: Transformation ist kein Wohlfühlwort. Transformation bedeutet Druck. Spargesetze, Ambulantisierung, Krankenhausreform, neue Versorgungswege, Personalnot, Bürokratie und wirtschaftliche Unsicherheit treffen Urologinnen und Urologen in Klinik, MVZ und Praxis gleichzeitig.

Genau deshalb ist der Berufsverband der Deutschen Urologie (BvDU) als berufspolitische Stimme der Urologie auf dem Kongress präsent. „Wer heute Urologie gestaltet, darf sich nicht wegducken. Unsere Mitglieder brauchen klare Positionen, praktische Unterstützung und eine starke Vertretung gegenüber Politik, Selbstverwaltung und Kostenträgern“, bekräftigt der BvDU-Vorstand. „Der BvDU steht für eine Urologie, die medizinisch stark bleibt und wirtschaftlich nicht ausblutet.“

Der Berufsverband vertritt Urologinnen und Urologen in Praxis, MVZ und Klinik – dort, wo über Rahmenbedingungen entschieden wird: in der ärztlichen Selbstverwaltung, gegenüber Kassen, Politik, KBV oder KVen im Zusammenspiel mit SpiFa, DGU, GeSRU und europäischen Fachgremien. Einmal geht es um eine einzelne EBM-Ziffer. Einmal um eine ganze Gebührenordnung. Jetzt um gesetzliche Reformen, die über Zukunft oder Rückzug ganzer Versorgungsbereiche entscheiden.

Auf dem Kongress wird der BvDU deutlich machen: Mitgliedschaft ist mehr als ein Beitrag. Sie ist berufspolitische Rückendeckung. Die BvDU-Mitgliedschaft steht auf den drei Pfeilern: Berufspolitik, exklusive Leistungen und besondere Konditionen.

Berufspolitik heißt: Der BvDU benennt Fehlentwicklungen, bevor sie in der Praxis einschlagen. Er kämpft für den Direktzugang zur Urologie, gegen eine Entwertung fachärztlicher Versorgung, für die Entbudgetierung grundversorgender Fachärzte, für sachgerechte Hybrid-DRG, für eine moderne GOÄ und für eine Ambulantisierung, die nicht auf dem Rücken von Praxen und Kliniken ausgetragen wird. Konkret setzt er sich dafür ein, dass die Honorareinbußen durch die neu beschlossenen Gesetze aufgefangen werden können von Praxen, MVZ und Kliniken.

„Wir wollen, dass unsere Mitglieder nicht nur wissen, was politisch auf sie zukommt. Sie sollen wissen, was jetzt zu tun ist“, so BvDU-Präsident Dr. Axel Belusa. „Der BvDU liefert keine Durchhalteparolen. Wir liefern Orientierung, Werkzeuge und Interessenvertretung.“

Exklusive Leistungen heißt: Mitglieder erhalten konkrete Hilfen – von UroAuxilia-Handreichungen, u.a. zu Regressen, über die im Mitgliedsbeitrag enthaltene Berufs-Rechtsschutzversicherung, bis zu Netzwerkformaten für Klinik, MVZ und Praxis und berufsrechtlicher Orientierung und Abrechnungsinformationen.

Besondere Konditionen heißt: Der BvDU schafft Mehrwert im Alltag. Dazu zählen unter anderem Selektivverträge, Rahmenangebote zur Absicherung, wie Regressschutz, Fortbildungsangebote und Praxismanagement-Impulse und -lösungen mit Sonderkonditionen bei Kooperationspartnern.

Der DGU-Kongress 2026 wird damit auch berufspolitisch zum Gradmesser. Die Urologie steht vor einer Richtungsentscheidung: Wird sie gestaltet – oder wird über sie entschieden? Der BvDU gibt darauf eine klare Antwort: Die Urologie bleibt nur stark, wenn Klinik und Praxis gemeinsam auftreten.

Am BvDU-Stand und in den verbandspolitischen Formaten geht es deshalb nicht um Imagepflege, sondern um konkrete Arbeitsfähigkeit: Welche Reform trifft welche Praxis? Welche Klinikstruktur bleibt tragfähig? Welche Leistungen müssen anders organisiert werden? Welche Chancen entstehen durch Kooperation, Selektivverträge, Digitalisierung und kluge Abrechnung? Der Kongress ist der Ort, an dem aus Sorge Strategie werden muss.

Der BvDU lädt seine Mitglieder ein, aktiv mit dem Verband zu diskutieren. Gerade jetzt braucht die Urologie eine organisierte Stimme, die laut genug ist, um gehört zu werden, und fachlich stark genug, um in Verhandlungen zu bestehen. Wer Transformation will, muss diejenigen stärken, die sie jeden Tag umsetzen: die Urologinnen und Urologen vor Ort.

„Die Urologie ist innovativ, leistungsfähig und bereit, Verantwortung für die medizinische Versorgung der Zukunft zu übernehmen“, betont der BvDU. „Gemeinsam gestalten wir die anstehenden Veränderungen aktiv mit – im Interesse unserer Patientinnen und Patienten und unseres Fachs.“ Wer als Urologin oder Urologe nicht nur zuschauen, sondern mitkämpfen will, ist beim BvDU richtig: Der Verband lädt ausdrücklich zur Mitgliedschaft ein. Alles zum Verband, wie den Mehrwert für Mitglieder, finden Interessierte auf der BvDU-Website.

Alle berufspolitischen Termine auf dem Kongress sehen Sie im Überblick in der Agenda.

Das BvDU-Thema des DGU-Kongresses „Transformation im Gesundheitswesen – Chancen für die Urologie von morgen“ finden Sie aus den verschiedenen Blickwinkeln der Versorgung darüber hinaus in den Beiträgen von „Die Urologie“, Heft 9, beleuchtet. Das PDF-Download der Beiträge finden Sie hier.