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Nochmaliger Tausch von Heilberufs-Ausweisen der Generation 2.1 von D-Trust und SHC+ Care

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Vertragsärztinnen und -ärzte, die bereits einen neuen Heilberufsausweis der Generation 2.1 besitzen, müssen diesen jetzt mitunter nochmal tauschen.

Aktuell gäbe es nach KBV mehrere Gründe, weshalb niedergelassene Ärzte und Ärztinnen spätestens bis zum 30. Juni ihren elektronischen Heilberufsausweis (eHBA) austauschen müssten, auch wenn dieser laut Gültigkeitsdatum noch nicht abgelaufen ist.

Ein Grund ist das neue Verschlüsselungsverfahren ECC für die Telematikinfrastruktur (TI). Besonders ärgerlich ist: Viele Niedergelassene hatten ihren alten eHBA bereits gegen einen neuen, ECC-fähigen ausgetauscht – und müssen dies nun erneut. Mit den Karten der Anbieter D-Trust und SHC+ Care gibt es aufgrund einer Schwachstelle in einem bestimmten Infineon-Chip Probleme. Ausweise mit diesem Chip dürften deshalb nur bis spätestens 30. Juni für die qualifizierte elektronische Signatur genutzt werden.

Woran sind betroffene Ausweise zu erkennen? Auf der Rückseite betroffener Karten ist nach KBV-Angaben der Schriftzug „Idemia“ zu finden. Der Hersteller D-Trust informiere seine Kundinnen und Kunden direkt per E-Mail, diese bräuchten also nicht selbst aktiv werden. Ebenso verspricht D-Trust, dass den betroffenen Heilberuflern durch den abermaligen Tausch keine extra Kosten entstünden. Auch SHC+ Care will seine Kundschaft laut KBV entsprechend informieren.

Ausweise vom Kartenhersteller Giesecke und Devrient (G&D) seien nicht von der Schwachstelle betroffen, so die KBV. Diese erkenne man auf der Rückseite am Schriftzug „G&D“.

Darüber hinaus appelliert die KBV an alle Niedergelassenen, die noch keinen ECC-fähigen eHBA der Generation 2.1 haben, diesen jetzt umgehend zu beantragen. Das gleiche gelte für alte Praxisausweise (SMC-B-Karten), mit denen ein Zugang zur TI und ihren Anwendungen ab 1. Juli nicht mehr möglich sei, denn dann würden diese automatisch deaktiviert.

Auch die neu ausgegebenen und bereits als „ECC-only“ deklarierten Karten des Herstellers Medisign müssen ebenfalls noch einmal ausgetauscht werden, da sie fälschlicherweise zusätzlich ein RSA-Zertifikat haben und damit nicht klar ist, wie sich der Konnektor und andere TI-Komponenten bei der Nutzung verhalten.

Da mit einem erhöhten Auftragsaufkommen bei den Herstellern zu rechnen ist, sollten vom Tausch Betroffene nicht länger warten.

Quelle: Ärztenachrichtendienst (änd)