Der Berufsverband steht in regelmäßigem, wie auch anlassbezogenem, Austausch mit der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), um die Perspektive, Sichtweise und Forderungen für Urologinnen und Urologen deutlich zu machen.
Extra-Ziffer für Überwachungszeit nach subkutanen Applikationen
Der BvDU beteiligte sich im Rahmen dieser KBV-Gremienarbeit an der Weiterentwicklung der Onko-Vereinbarung. Aktuell verhandelt wurde in diesem Jahr die Vergütung einer Extra-Ziffer für subkutane Applikationen, z.B. zur Verabreichung von Immuntherapeutika. Der Berufsverband setzte sich dafür ein, dass für die sich an subkutane Applikationen anschließende längere Überwachungszeit von mindestens zwei Stunden eine weitere Extra-Ziffer geschaffen wird. Der BvDU hat nun für alle Urologinnen und Urologen erreicht, dass diese Extra-Ziffer geschaffen wird. Über die Höhe der Ziffer wird aktuell verhandelt.
Patientensteuerung und Primärarztsystem
Auch für das perspektivisch berufspolitisch relevanteste Thema, Patientensteuerung und Primärarztsystem, platzierte der Berufsverband seine Perspektive bei der KBV, stellvertretend für seine Mitglieder. Nach Überzeugung des BvDU ist das Primärarztsystem nicht in der Lage, auch aufgrund fehlender Kapazitäten, die heutige fachärztliche Versorgung zu übernehmen. Dies wurde bereits von Dr. Gassen, KBV-Vorstandsvorsitzender, an die Gesundheitsministerin adressiert.
Quelle: BvDU