Prostatakrebs Früherkennung Regeluntersuchung ab 45 Jahren
Prostata: Jeder Mann hat sie, keiner redet gerne darüber
Die Prostata (Vorsteherdrüse) ist ein kastaniengroßes, inneres männliches Geschlechtsorgan, das unter der Harnblase liegt und die Harnröhre umschließt. Sie produziert ein Sekret für die Samenflüssigkeit, das für die Beweglichkeit und Ernährung der Spermien essenziell ist. Zudem wandelt sie Testosteron in aktives Dihydrotestosteron (DHT) um.
Im Alter vergrößert sich die Prostata häufig, was zu Problemen beim Wasserlassen führen kann. Dies betrifft einen von zwei Männern über 60 Jahren und vier von fünf Männern über 80 Jahren. Auch Prostatakrebs ist eine häufige Erkrankung.
Meist reicht die regelmäßige Vorsorge ab 45 Jahren. Sollte jedoch schon einmal Vater oder Bruder an Prostatakrebs erkrankt sein, ist es ratsam, bereits ab 40 Jahren zum urologischen Check-Up zu gehen.
Denn auch bei Prostatakrebs gilt – je früher der Tumor erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen.
PSA-Test
Das Prostata-spezifische Antigen (PSA) ist ein Eiweißstoff, der im Körper fast ausschließlich in der Prostata gebildet wird. PSA ist im Regelfall nur in sehr geringen Mengen im Blut enthalten. Sind Krebszellen in der Prostata vorhanden, werden von diesen mehr PSA produziert. Dann steigt auch die Konzentration im Blut. Ein Bluttest kann zeigen, ob mehr PSA im Blut enthalten ist. Das ist der PSA-Test. Der PSA-Test wird gemäß den Leitlinien empfohlen, ist bislang trotz Forderung des BvDU bislang nicht in der Regelleistung enthalten.
