HPV-Impfung für Jungen

HPV-Impfung für Jungen Impfung nicht nur für Mädchen

Was ist HPV und warum impfen?

HPV ist die Abkürzung für „Humane Papillomviren“. Diese Viren infizieren Epithelzellen von Haut und Schleimhäuten und können dort ein unkontrolliertes tumorartiges Wachstum hervorrufen.


HPV sind allgegenwärtig. Infektionen damit betreffen 85-90% aller Menschen im Laufe ihres Lebens, sowohl Männer als auch Frauen. Humane Papillomaviren (kurz: „HPV“) sind vielgestaltig und sehr leicht übertragbar.

35% aller Frauen im Alter zwischen 20 und 25 Jahren sind mit einem Hochrisiko-HPV-Typ infiziert. Weltweit werden 4.5% aller Krebserkrankungen durch diese Viren verursacht. Die Impfung, die Schutz bietet, ist gut verträglich.

Ist Ihr Kind schon geimpft? Diese Frage stellt sich ab dem 9. Geburtstag unserer Kinder

Grafik drei Ärzte der BvDU unterhalten sich

Im Genitalbereich führen HP-Viren sowohl bei Männern, als auch bei Frauen, häufig zur Bildung von Genitalwarzen („Feigwarzen“). Diese Warzen sehen nicht nur unschön aus. Sie können auch sehr unangenehm sein.

Es gibt verschiedene Arten von HP-Viren. Einige sind HP-Viren können Krebserkrankungen auslösen. Frauen sind sind häufig von Gebärmutterhalskrebs betroffen. Bei Männern zählen das Penis- und Analkarzinom sowie Plattenepithelkarzinome der Mundhöhle und des Rachens zu den durch HPV verursachten Krebsarten.

HP-Viren sind sexuell übertragbar. Wenn ein Sexualpartner/ eine Sexualpartnerin Zellveränderungen durch HPV aufweist, betrifft das mit hoher Wahrscheinlichkeit auch den anderen.

Die meisten sexuell aktiven Menschen infizieren sich mindestens einmal im Leben mit HPV. Einige HPV-Infektionen heilen ohne Symptome aus. Manchmal verbleiben die Viren über Jahre in den Zellen und verursachen erst Jahre später eine Erkrankung.

Zu erkrankten Männern liegen bislang noch nicht so viele Daten vor, wie zu Frauen. Basierend auf Zahlen des Zentrums für Krebsregisterdaten (ZKfD) am Robert-Koch-Institut kann man aber davon ausgehen, dass es jedes Jahr mindestens 1.600 Krebsneuerkrankungen bei Männern gibt, für die HP-Viren verantwortlich sind.

Ja, die Impfung ist sicher mit einer guten Verträglichkeit. Länder mit einer hohen Impfrate verzeichneten deutliche Rückgänge HPV- bedingter Erkrankungen.

Die Impfung gegen HPV sollte vor dem ersten Sexualkontakt erfolgen. Wie bei der HPV-Impfung für Mädchen sind im Alter von 9 bis 14 Jahren zwei Impfungen im Abstand von mindestens 5 Monaten notwendig. Wenn die erste HPV-Impfung im Alter von 15 Jahren oder älter verabreicht wird, sind insgesamt drei Impfungen notwendig. Eine Nachholimpfung sollte bis zum Alter von 17 Jahren erfolgen.

Intitiative ENTSCHIEDEN. Gegen Krebs.

Der BvDU-Kooperationspartner klärt über die Gefahren einer Infektion mit bestimmten HP-Viren auf.

Neben der ärztlichen Betreuung kann der Austausch mit anderen in Selbsthilfegruppen dabei helfen, mit der eigenen Diagnose umzugehen und weitere fundierte Informationen zur Erkrankung zu bekommen. Viele Selbsthilfeorganisationen vertreten darüber hinaus die Interessen ihrer Mitglieder auch nach außen.

Im Kontext von Prostata- und Blasenkrebserkrankungen steht der BvDU im Austausch mit den Selbsthilfeorganisationen Bundesverbands Prostatakrebs Selbsthilfe e. V. (BPS) und dem Selbsthilfe-Bunds Blasenkrebs e. V. (ShB), um Patientinnen und Patienten neben dem ärztlichen Gespräch ergänzende Unterstützung durch Selbsthilfegruppen geben zu können.

Weitere Infos zu den gemeinsamen Zielen sehen Sie im „Gemeinsamen Positionspapier“ des Berufsverbands der Deutschen Urologie e. V. (BvDU), des Bundesverbands Prostatakrebs Selbsthilfe e. V. (BPS) und des Selbsthilfe-Bunds Blasenkrebs e. V. (ShB).

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