KBV und GKV-Spitzenverband haben im Bewertungsausschuss (BA) die notwendigen Entscheidungen für eine weitere digitale Gesundheitsanwendung (DiGA) in der Urologie getroffen: die DiGA „Kranus Mictera.
„Kranus Mictera“ wird zur Behandlung von Harninkontinenz bei Frauen (Belastungs-, Drang- und Mischinkontinenz) eingesetzt. Ein zwölfwöchiges personalisiertes Training aus Beckenbodenübungen, Blasentraining, Wissensvermittlung sowie Verhaltensänderungen sollen laut Hersteller die Lebensqualität verbessern.
„Kranus Mictera“ wurde im Oktober 2025 dauerhaft in das DiGA-Verzeichnis aufgenommen. Für Verlaufskontrolle und Auswertung wird zum 1. April 2026 die Gebührenordnungsposition (GOP) 01482 in den EBM aufgenommen (64 Punkte / 8,15 Euro). Sie ist einmal im Krankheitsfall berechnungsfähig.
Der Berufsverband begrüßt die Aufnahme einer weiteren zugelassenen DiGA für die Urologie, für die zudem der Mehraufwand mit einer extrabudgetären Vergütung abgebildet wird. Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA), auch als „Apps auf Rezept“ bekannt, bieten in der Urologie vielfältige Vorteile, indem sie als zertifizierte Medizinprodukte die konventionelle Behandlung ergänzen, überwachen und unterstützen. Sie können so eine verbesserte, leitliniengerechte Therapie, insbesondere bei chronischen oder sensiblen Erkrankungen, ermöglichen.
Quellen: Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), Urologische Stiftung Gesundheit
